Plastikfrei im Badezimmer

echte Seif ekommt ohne Plastikverpackung aus

Im Badezimmer findet sich Kunststoff fast überall: Zahnbürsten, Shampoo-Flaschen, Rasierer oder sogar in Kosmetikprodukten. Plastikfrei kommt man aber auch hier aus. Wir haben einmal aufgelistet wo und wie man einfach Plastikprodukte vermeiden oder einsparen kann.

 

Zahnbürste

Ein Modell aus Holz oder Bambus wie die Zahnbürste von Hydrophil braucht nur 1 bis 2 Jahre um auf dem Kompost zu verrotten: Plastikteile überleben mindestens 500 Jahre und werden dabei nur kleiner, zersetzen sich aber nicht ganz. Alternativ kann man auf Miswak-Zweige umsteigen oder konventionelle Zahnbürsten benutzen, bei denen es möglich ist, nur den Bürstenkopf zu wechseln.

 

Zahnpasta

Zahnpasta-Alternativen sind zum Beispiel bei starkem Zahnfleisch unjodiertes Meersalz oder Natron. Sogenannte Denttabs, die zerkaut werden kommen ebenfalls mit wenig Verpackung aus und halten sehr lange, allerdings sind sie nicht komplett plastikfrei. Ansonsten kann man auch Xylit, also Birkenzucker, verwenden.

Selbermachen ist hier auch eine Möglichkeit. Rezepte zeigen wie es funktioniert, dann darf man auch selber kreativ werden und beispielsweise Minzöl für den frischen Geschmack beifügen. Ein schönes Rezept haben wir hier bei natuerlichmama gefunden.

Wem all das zu experimentell ist und weiter handelsübliche Zahnpasta verwenden möchte, sollte auf jeden Fall ein Auge auf die Inhaltsstoffe haben. Zahnpasta enthält sehr viele unterschiedliche Bestandteile, wie zum Beispiel Bindemittel, Feuchthaltemittel, Putzkörper, süßende Stoffe, schäumende Mittel, Konservierungsmittel, Farbstoffe und Aromen.

Eine tolle plastikfreie Alternative ist die Zahnpasta am Stiel von Lamazuna, die mit einer kleinen Kartonverpackung auskommt. Mit der nassen Zahnbürste wird der Zahnpastablock kurz aufgeschäumt, dann kann man wie gewohnt Zähne putzen.

 

Zahnpasta am Stiel plastikfreie Verpackung

Problem Mikroplastik

Mikroplastik unter dem Mikroskop

Mikroplastik, das sind Kunststoffteilchen mit einer Größe von unter fünf Millimetern. Die Kosmetikindustrie verwendet Mikroplastik als Schleifmittel, Filmbildner oder Füllstoff, aber auch in flüssiger Form zum Beispiel als Bindemittel. Die Teile sind so klein, dass sie nicht in Kläranlagen herausgefiltert werden können. Sie sammeln sich im Wasser und kommen über kurz oder lang wieder beim Menschen an. Auf Produkte mit Mikroplastik sollte man unbedingt verzichten. Einkaufratgeber des bund: Produkte mit Mikroplastik

Shampoo

Haarshampoo kann man, wenn man ambitioniert sucht, auch in Glasflaschen finden.  Die sehen oft auch besonders schön aus und lassen sich ganz einfach wiederbefüllen. Gerne kann man auch hier kreativ werden und selbst Shampoos herstellen: So hat man komplette Kontrolle über die Inhaltsstoffe und man vermeidet nicht nur Verpackungsmüll, sondern verhindert auch, dass Chemikalien auf dem Kopf und im Abwasser landen. Rezepte findet man etliche im Internet, interessante Ideen haben wir im Blog von bessergesundleben gefunden.  Neben Shampoos lassen sich auch ganz einfach Kuren, Masken oder Spülungen aus einfachen Zutaten herstellen.

Toll sind auch Haarseifen, wie die Naturkosmetik Shampoos am Stück von Lamazuna. Diese gibt es in verschiedenen Varianten, sodass jeder Haartyp eine passende Haarseife findet.
Was die Haarpflege angeht, sollte man zudem eine Holzhaarbürste verwenden.

plastikfrei Verpackung bei Shampoo Seife

Duschgel

Die einfachste Alternative ist Körperseife, die man als Stück kaufen kann wie z.B. von valloloko. Hier sollte es auch keine Beschaffungsprobleme geben, denn Seifen gibt es erfreulicherweise quasi überall. Auch hier sollte man auf die Inhaltsstoffe achten, doch dank der großen Auswahl, findet man hier auch natürliche und umweltfreundliche Alternativen, die auch nicht, wie viele Duschgels, Mikroplastik-Partikel beinhalten.

Bodylotion und andere Cremes

Cremes kommen meist in Tiegeln oder Plastikdosen daher. Körperöle hingegen kann man meistens in Glasflaschen kaufen, oder in der Apotheke selbst abfüllen lassen. Viele mögen auch einfaches Kokosöl aus dem Glas – es spendet viel Feuchtigkeit und wirkt zudem antibakteriell, was gereizte Haut, zum Beispiel nach dem Rasieren, beruhigt.

Was die Inhaltsstoffe angeht, wird es bei den kosmetischen Produkten besonders unübersichtlich. Oft verbirgt sich sogar in vermeintlicher Naturkosmetik, wie von Body Shop, Yves Rocher oder Balea, Mikroplastik, außerdem gehören viele kleine Marken zu großen Unternehmen, die man vielleicht nicht unterstützenswert findet. Eine Liste von Kosmetikmarken (Dr. Hauschka, Speick Naturkosmetik und Farfalla), die inhaltlich auf Plastik verzichten haben wir beim Enorm Magazin gefunden. Auch Deo gibt es ohne Aluminiumflasche und Plastikverpackung: ein Deo am Stück hält lange, ist einfach in der Anwendung und gesund auf der Haut.

Morgen geht es weiter mit Plastikfrei Einkaufen: Supermarkt und Co

2 Kommentare

  1. Hallo! Vielen Dank für die Anregungen! Ich habe noch einen Tipp zum Thema Haarshampoo, da gibt es auch feste Versionen, die wie Körperseife verwendet werden können, z.B. von Lush! Die kann man in eine Metalldose tun und hält bei normaler Haarwäsche bis zu 3 Monate! Beste Grüße Veit

  2. Pingback: Themenwoche bei mehr grün: Plastikfrei! | Blog von mehr-gruen.de

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