Neuigkeiten zum Thema Nachhaltigkeit

Plastikfrei Einkaufen

Einkaufen im Supermarkt bringt viel Verpackungsmüll

So viel Verpackungsmüll findet man leider im Kühlregal

Ohne Produkte in Kunststoffverpackungen würde ein herkömmlicher Supermarkt kaum etwas in den Regalen haben – wo doch mittlerweile sogar einzelne Maiskolben, Gurken oder Bananen (!) in Plastik eingeschweißt daherkommen.

Bei Rewe, Aldi oder Lidl um die Ecke plastikfrei einkaufen fällt tatsächlich schwer. Glücklicherweise gibt es mittlerweile auch Märkte wie die Plastikfreie Zone oder Original Unverpackt – den ersten verpackungsfreien Supermarkt in Berlin.

Läden wie dieser sprießen zurzeit aus dem Boden, man spricht von Innovation, wenn es um das Vermeiden des Verpackungsmülls geht. Eigentlich ist es aber eine Rückbesinnung zur „guten alten Zeit“, wo Mehl, Nudeln und Reis abgewogen in Papiertüten verkauft wurden.

Bei Utopia gibt es eine Auflistung aller verpackungsfreien Märkte in Deutschland.

Ansonsten sind Wochenmärkte, Bioläden oder Reformhäuser gute Anlaufstellen, wo man plastikfrei Lebensmittel einkaufen kann. So kann man dort beispielsweise Sahne in Schraubgläsern oder offene Gewürze finden.

Natürlich sollte man zum Einkauf seine eigene Tasche oder einen Korb mitbringen und nichts in Plastiktüten packen lassen. Auch wenn diese mittlerweile 15ct extra kosten, schreckt der so geringe Preis leider nur die wenigsten Kunden ab.

 

Am Ende eines Jahres hat ein durchschnittlicher Deutscher nach Angaben des Bundeslandwirtschaftsministeriums 117 Kilogramm Kunststoff verbraucht – rund ein Drittel davon ist Verpackungsmüll. In Deutschland werden immer noch 71 Plastiktüten pro Kopf und Jahr verbraucht, so die Verbraucherzentrale Hamburg.

 

so schön bunt kann verpackungsfreies einkaufen sein

so bunt kann verpackungsfreies Einkaufen sein

 

Was auf die plastikfreie Einkaufsliste gehört:

  • Joghurt im Glas statt im Becher
  • Milch in Flaschen
  • wenn möglich Glasflaschen statt Tetrapacks oder Plastikpfandflaschen; keine Einwegflaschen
  • Brot vom Bäcker und nicht aus dem Supermarktregal
  • Käse und Wurst am Stück von der Frischetheke – nicht dem Kühlregal. Übrigens kann man den Einkauf in mitgebachte Behältnise packen lassen, das ist gesetzlich okay!
  • loses Obst und Gemüse in wiederverwendbare Netze statt Tüten packen
  • keine Fertigprodukte
  • Nudeln in Papierverpackung
  • Kaffee von der lokalen Kaffeerösterei in Papier oder eigenem Behältnis gepackt
  • Papiertaschentücher im Spenderkarton, statt in einzelnen Plastikpackungen

 

Generell ist auch Selbstgemachtes hier wieder eine schöne Alternative zu Abgepacktem. So kann man beispielsweise ganz leicht Joghurt selber machen: für die erste Runde braucht man zwar bereits fertige Joghurtkulturen, beim zweiten mal kann man aber dann auf den eigenen zurückgreifen.

 

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Lecker!

An dieser Stelle möchten wir auch auf eine Petition für das Verbot von vermeidbarer Plastikverpackung bei Bioprodukten aufmerksam machen.

 

Eigentlich muss man beim Einkaufen nur aufmerksam sein, und sich wenn möglich für die plastikfreie Alternative entscheiden – so kann man zumindest plastikfreier leben. Wir sagen es immer wieder gerne: auf Plastikflaschen kann man getrost vollständig verzichten und stattdessen Glasflaschen wiederbefüllen!

 

 

Zum Weiterlesen:

warum eigentlich plastikfrei?

Plastikfrei im Badezimmer

www.sueddeutsche.de/thema/Plastik

2 Responses to “Plastikfrei Einkaufen”

  1. verena

    Käse und Co. in Packungen abzufüllen ist eben nicht okay. Die meisten Verkäufer machen das aus Hygienegründen nicht. Und Nudeln in Papierverpackung habe ich auch noch nie gesehen.

    Aber sonst schöne Liste!

    Antworten
    • Mehr Grün

      Hallo Verena,

      leider machen das die meisten Verkäufer ungern, da sie für das Einhalten der Hygienevorschriften verantwortlich sind. Die mitgebrachten Dosen dürfen nicht hinter der Theke sein, das heißt man kann sich Wurst oder Käse abwiegen lassen und dann in die eigene Box tun. Für das Abwiegen werden allerdings Frischhaltefolie oder Hygienepapiere verwendet, also lässt sich Müll nicht ganz vermeiden. Am Besten fragt man einfach mal bei den Verkäufern nach, ob eigene Behälter erlaubt sind.

      Wir wollten für die Nudeln keinen Markennamen verwenden, aber es gibt beispielsweise von Barilla Nudeln in Kartons.

      Danke für deine Anmerkungen!
      mehr-grün

      Antworten

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