Neuigkeiten zum Thema Nachhaltigkeit

Hilfe für Familien in Nepal. Ohne Umwege!

kleines Mädchen in Nepal malt

Bittere Armut, Hunger, Infektionen und chronische Erkrankungen durch unsauberes Wasser, offene Feuerstellen und mangelnde Hygiene. Dies sind die täglichen Probleme, mit denen sich der Großteil der Menschen in Nepal herumschlagen muss.

Aussichtlosigkeit ist das, was die meisten Kinder in den ländlichen Regionen erwartet. Viele Dörfer sind sehr arm und die Menschen leiden immer noch an den Nachwirkungen der kriegerischen Auseinandersetzungen mit den Maoisten. Die Wohlstandskluft zwischen der armen Land-  und der reichen Stadtbevölkerung in Nepal ist extrem. Über die Hälfte aller knapp 30 Millionen Nepalesen sind Analphabeten und mehr als 70 Prozent der Bevölkerung werden von dem brahmanisch beherrschten Kastensystem nicht als gleichwertig anerkannt.

Familien, die in den Randgebieten der Hauptstadt Kathmandu leben, hausen meist in Hütten mit Wellblechdach. Plastikplanen bieten geringen Schutz vor Wind und die Wände sind mit Zeitungspapier tapeziert. Die Kinder gehen nicht zur Schule, sondern versuchen durch Gelegenheitsjobs ihre Familien zu unterstützen.  Ohne fremde Hilfe und Unterstützung ist es kaum möglich die Zukunft dieser Menschen in andere Bahnen zu lenken.

Aber genau das hat sich Claudia Salamon seit ihrer ersten Nepalreise 2002 zur Aufgabe gemacht. Für uns selbstverständliche Errungenschaften wie Lesen und Schreiben lernen, eine warme Mahlzeit am Tag oder die Gewährleistung einer medizinischen Grundversorgung sollten den Menschen nicht länger verwehrt bleiben.

Für die Unterstützungsprojekte  wurde 2007 der gemeinnützige Verein Freundeskreis Nepal e.V. gegründet. Wichtig sind die persönlichen Beziehungen der Helfer zu den betroffenen Menschen und zu denjenigen die das Engagement des Vereins vor Ort unterstützen und damit Hilfe zur Selbsthilfe leisten. Ein bis zweimal im Jahr reist eine Gruppe des Freundeskreises nach Nepal um die gespendeten Gelder persönlich zu überreichen, um mit den Leuten zu sprechen und selbst mit anzupacken, wo angepackt werden muss oder um in Augenschein zu nehmen, welche Fortschritte die Hilfs-Projekte gemacht haben. Vor allem die Ausbildung und Gesundheitsvorsorge nepalesischer Kinder und Familien bedarf dringender Hilfe und Förderung.

Die in Naikap, in einem Randbezirk von Kathmandu  liegende Bright Future School gäbe es wohl nicht mehr, hätte nicht der Verein den Neubau des Schulgebäudes finanziert und vorangetrieben, denn das alte Gebäude musste dem Ausbau der Hauptverkehrsstraße weichen, an dem es gelegen war. Dank der Unterstützung aus Deutschland hat sich die Bright Future School inzwischen zu einer der besten Schulen Nepals entwickelt, deren Absolventen bisher alle Studienplätze, Ausbildungsstellen oder Arbeitsplätze bekommen haben.

Bildung ist der beste Weg aus der Armut. Doch zu viele Kinder in Nepal können erst gar nicht zur Schule gehen, weil ihre Eltern zu arm sind um das Schulgeld zahlen zu können, viele Kinder sind Halbwaisen oder haben gar keine Eltern mehr. In solchen Fällen vermittelt der Freundeskreis Nepal e. v. Patenschaften und öffnet damit den Weg zu der Chance, den Teufelskreis aus Armut und Aussichtslosigkeit hinter sich zu lassen. 120 Euro im Jahr kostet eine Patenschaft z.B. für ein Kind  in der Dorfschule in Karthali – eine Summe, die viele von uns ohne mit der Wimper zu zucken an einem einzigen Tag ausgeben! In Nepal können diese 120 Euro die Zukunftsperspektive einer ganzen Familie verändern.

Die Armut der Menschen führt in Nepal zu einem weiteren Teufelskreis: nämlich den aus den Lebensumständen resultierenden, oft chronischen Krankheiten und dem mangelnden Geld, um ärztliche Hilfe überhaupt in Anspruch nehmen zu können. Allein die Fahrtkosten zum nächstgelegenen Krankenhaus machen einen Arztbesuch für die meisten schlicht unmöglich. Vor allem, wenn man bedenkt, dass Karthali zum Beispiel auf 1700 Meter Höhe liegt und ein Aufstieg für zwar ungeübte, aber immerhin gesunde Menschen bis zu vier Stunden dauert, kann man sich die Beschwerlichkeit des Weges für einen Kranken gut vorstellen.

Das Ärzte-Team des Freundeskreises Nepal e. V.  hat sich deshalb die medizinische Grundversorgung der Menschen zum Hauptanliegen gemacht. Während ihrer Aufenthalte führen die Ärzte/Innen gemeinsam mit medizinischen Fachkräften Sprechstunden vor Ort durch, sorgen für die Finanzierung von monatlichen Sprechstunden in Karthali und eine Notfallversorgung.
„Man müsste was tun – nur ein bisschen vom eigenen Glück zurückgeben.“ Sicher hat jeder von uns schon mal dasselbe gedacht, wie Claudia Salamon, als sie zum ersten Mal in Nepal war. Dass daraus inzwischen ein richtig großer Stein ins Rollen gekommen ist, hat der Freundeskreis Nepal e. V. möglich gemacht. Sicher, hinter jedem Patenkind stehen noch hundert andere, die dringend Hilfe nötig haben. Aber deswegen gar nichts zu tun, sollte einfach gar nicht infrage kommen.

Hier geht es zu den aktuellen Spendenaktionen des Freundeskreis Nepal.

Die Spenden fließen zu 100 % in die Projekte.
Sämtliche Verwaltungskosten und sonstige Kosten werden durch hierfür bestimmte zusätzliche Spenden von Vereinsmitgliedern oder Förderern des Freundeskreises Nepal e.V. finanziert.

Schreibe einen Kommentar

Basic HTML is allowed. Your email address will not be published.

Subscribe to this comment feed via RSS