Neuigkeiten zum Thema Nachhaltigkeit

iStraw Bauplatte

wird aus diesem Stroh auch mal eine istraw platte ?

aus Stroh wird Baumaterial

Eine ca. 80 Jahre alte Trockenbauplatte erlebt Ihr Comeback.
In den 70’er wurde sie durch Gipskarton & Co. verdrängt und geriet lange Zeit in Vergessenheit.
Aktuell wird in der Bauwirtschaft wird immer stärker auf die verursachten CO2 Emissionen bei der Herstellung von Baumaterialien Wert gelegt. Viele Materialien unterliegen einem sehr energieintensiven Herstellungsprozess und verursachen dadurch immense Emissionen.
Die Herstellung eines Quadratmeters Trennwand mit Metallständerwerk und Gipskarton verursacht  ca. 23kg CO2.Die iStraw Bauplatte ist anders! Durch den verwendet Rohstoff Stroh bindet die iStraw Bauplatte dauerhaft 62kg CO2 pro Quadratmeter und trägt massiv dazu bei den GWP – Wert eines Gebäudes zu senken.

Anders als beim Strohballenhaus, wo Stroh in Ballen als Wärmedämmung eingesetzt wird, ist die Strohbauplatte ein zertifiziertes Baumaterial für die Erstellung von Trennwänden und Installationsebenen im Innenausbau eine Alternative zu herkömmlichen Trockenbauplatten auf Gipsbasis. Die Platte kann mit gängigen, leistungsfähigen Holzbearbeitungsmaschinen gebohrt, gefräst und gesägt werden. Mittels Profilen oder Schwellenhölzern erfolgt die Montage schnell und einfach je nach Anwendungsfall durch eine Verschraubung sowohl der Platten untereinander ohne Notwendigkeit einer aufwändigen Unterkonstruktion.

Material und Werkstoff istraw aus umweltfreundlichem Stroh

so sieht der Werktstoff istraw aus

Herstellung

Das gereinigte Weizenstroh wird mit 200bar Druck und 180-200°C verpresst. Die Lignine der Strohzellulose verkleben dabei die Halme untereinander, so dass ein fester Verbund entsteht. Durch dieses umweltfreundliche Verfahren kann auf den Zusatz von Bindemitteln komplett verzichtet werden. Die Inhaltsstoffe des Strohs werden durch die Druck- und Temperaturbehandlung denaturiert, wodurch alle Keime und Sporen abgetötet und ein Schutz vor Schädlingsbefall entsteht. Direkt nach der Pressung wird die Platte allseitig und vollflächig mit recyceltem Karton beschichtet, wodurch eine gipskartonähnliche Oberfläche entsteht.

Eigenschaften

Die Platten weisen eine Stärke von 58 mm und 38 mm  auf. Dadurch sind sie schwerer als Platten aus Gips aber auch wesentlich stabiler und haben ein sehr gutes Brandschutzverhalten. Die mögliche Konsollast pro Schraube bei der iStraw-Strohbauplatte beträgt bis 80 kg. Beim Küchenausbau entfällt dadurch die aufwendige Planung und Ausführung von Unterkonstruktionen. Durch die Dicke und den hohen Anteil in den Halmen eingeschlossene Luft weist die Platte zudem sehr gute Schalldämmeigenschaften auf. Eine zweifach stehende Innenwand mit 96-112mm Stärke bietet beispielsweise einen Schallschutz von 42-45dB, als einfache Platte immerhin noch 33 dB. Das Stroh wirkt regulierend auf die Luftfeuchtigkeit und hat damit einen sehr positiven Einfluss auf das Innenraumklima. Nicht zuletzt dient die Platte als CO2 Senke: Die 96mm Wand bindet dauerhaft 62kg CO2eq/m2, was in etwa dem Ausstoß bei der Herstellung und Verarbeitung von einem Quadratmeter 22cm starkem Stahlbeton entspricht! Eine massive Konstruktion kann also nur durch den Einsatz der Platten als Innenwände klimaneutral errichtet werden, was Umweltzertifizierungen erleichtert und laut DGNB von immer mehr Investoren gefordert wird. Preislich liegt das Wandsystem beim Material etwas höher als vergleichbare Trockenbaulösungen, allerdings kann die Platte schnell und einfach montiert werden. Die Gesamt-Herstellkosten liegen bei ca.2/3 vergleichbarer mineralischer Trockenbaukonstruktionen.

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