Neuigkeiten zum Thema Nachhaltigkeit

Lebensmittel Wegwerfpraxis

gegen die Wegwerfpraxis : Lebensmittel nicht einfach wegschmeißen

Täglich werden Unmengen an Lebensmitteln weggeworfen. Eine Studie der Uni Stuttgart bringt erschreckende Zahlen auf den Tisch. In Deutschland landen Jährlich 11 Millionen Tonnen Lebensmittel bei den Entsorgern oder auf dem Kompost.
Im Oktober letzten Jahres haben wir schon einmal über Diskussionen um das Mindesthaltbarkeitsdatum berichtet. Damals hatte die Bundesernährungsministerin Ilse Aigner eine Kampagne gegen die Wegwerfpraxis von Lebensmitteln angekündigt.

Die Notwendigkeit etwas für einen bewussteren Konsum zu tun belegt eine gestern veröffentlichte Studie der Uni Stuttgart. Denn jährlich landen 11 Millionen Tonnen Lebensmittel in der Tonne oder auf dem Kompost. Das sind 82kg pro Einwohner und deutlich zu viel! Es ist dringend notwendig, dem Konsumenten eine größere Wertschätzung unserer Lebensmittel anzugewöhnen.

Mindesthaltbarkeitsdatum

Bei den privaten Verbrauchern werden Lebensmittel meistens entsorgt, wenn das gesetzlich vorgeschriebene Mindesthaltbarkeitsdatum erreicht wird. Die meisten Menschen wissen nicht, dass die Hersteller lediglich gewährleisten, dass das Produkt bei richtiger Lagerung mindesten bis zu diesem Datum haltbar ist. Aber viele Lebensmittel sind weitaus länger haltbar!

Die Hersteller wollen unangenehme Reklamationen und die dadurch möglicherweise resultierenden negativen Schlagzeilen verhindern. Deshalb gehen die Hersteller auf Nummer sicher und kennzeichnen die Lebensmittel mit einer kurzen Mindesthaltbarkeit.

Der Verbraucher muss wieder lernen sich auf seine Sinne zu verlassen und dementsprechend Produkte mit gesundem Menschenverstand, selbst über das Mindesthaltbarkeitsdatum hinaus, auf genießbar oder nicht genießbar zu bewerten.

Ressourcen schonen

Durch den hohen Bedarf an Lebensmitten treiben wir unbewusst beim Börsenhandel die Rohstoffpreise in die Höhe und sind dadurch mitverantwortlich, dass sich Menschen in anderen Ländern weniger Essen leisten können. Durch die Einsparungen von weggeworfenen Lebensmitteln werden die Rohstoffmärkte entlastet und dadurch Lebensmittel in anderen Ländern wieder günstiger. Die Not in vielen anderen Ländern könnte dadurch etwas gelindert werden.

Umwelt entlasten

Durch ein bewussteres Konsumverhalten kann sich sehr viel, in der Kette von Landwirtschaft bis zur Vermarktung, verändern. Der Landwirt wird nicht mehr genötigt eine derart intensive und umweltbelastende Anbauweise  fortzuführen. Düngemittel, Pestizide und Herbizide könnten eingespart und dadurch die Umwelt entlastet werden. Geringer Produktionsaufwand, Energieeinsparung, weniger Frachtverkehr und weniger Entsorgungsvolumen.

Den nicht vermeidbaren Rest an Lebensmittelabfällen besser nutzen

Es wird immer einen Rest an nicht mehr genießbaren Lebensmitteln geben, der zurzeit einfach ungenutzt entsorgt wird. Die Bundesregierung setzt sich für eine europaweite Bioabfallrichtline zur Verwertung der Lebensmittelabfälle ein. Lebensmittelabfälle könnten wenigsten sinnvoller genutzt werden in dem man diese Abfälle den Biogas- oder Kompostier Anlagen zuführt. Teilweise geschieht das schon, aber diese Nutzung könnten noch stark verbessert werden.

Filmempfehlung: Taste The Waste von Valenin Thurn. Auf DVD

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